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Die »Zeitschrift für Heereskunde« Ausgabe 415

Januar/März 2005 - Auszüge 3 -


Walter Rosenwald:
Ivan Nikitic Kononov - Kommandeur des "Donkosaken-Reiter-Regiments 5"

Abb.: Ivan Nikitic Kononov als Oberst und Kommandeur der Plastun-Brigade
(Gemälde von Olaf Jordan)

Ivan Nikitic Kononov war während des Zweiten Weltkrieges eine bedeutende, wenn auch schillernde Figur der Kosakenbewegung, die auf deutscher Seite gegen die Rote Armee kämpfte. Leider liegt bis zum heutigen Tage keine umfassende und wissenschaftlichen Ansprüchen voll entsprechende Arbeit deutscher Historiker zu dem gesamten Komplex "russische Freiwillige auf deutscher Seite" vor.

Der Verfasser schildert den militärischen Werdeganges Kononovs. Dieser trat  im Jahre 1922 in die Rote Armee ein, in der er es bis zum 19. August 1939 zum Regimentskomandeur eines Schützenregiments brachte; im August 1941 musste er mit seinem Regiment bei Smolensk kapitulieren und wechselte mit dem größten Teil seines Regiments auf die deutsche Seite. Der Kern des alten Regiments bildete das 102. Freiwillige Donkosakenregiment.

Ab da begann wohl der schillerndste Abschnitt im Leben Kononovs. Als die Kosaken am 25. März 1945 beschlossen, sich der Wlassow-Armee anzuschließen, wurde Kononov beauftragt, diese Beschlüsse dem in Füssen weilenden General Wlassow mitzuteilen. Von dort kehrte er als frisch beförderter Generalmajor zurück.

Der Auslieferung des Kosaken-Korps an die Russen im Mai 1945 konnte sich Kononov entziehen und sich in der US-Besatzungszone verstecken. Später emigrierte er mit seiner Familie nach Australien, wo er 1963 bei einem Autounfall ums Leben kam.


Erich Scherer:
Beitrag zur Geschichte des Lazarettwesens während des Zweiten Weltkrieges -
Das Reserve-Lazarett C in Linz / Österreich

Erich Scherer schildert in seinem Beitrag den Aufbau, die Organisation und die Tätigkeit des Reserve-Lazaretts C in Linz (Österreich) ab dem 19. April 1940, als das für die oberösterreichische Stadt Linz zuständige Wehrbezirkskommando die Schaffung des Reserve-Lazaretts anordnete.

Geeignetes Objekt hierfür war die Kreuzschwesternschule in der Stockhofstraße. Bei seiner Übergabe am 5. Mai 1945 waren etwa 1.000 Personen, teilweise in Notbetten auf den Gängen untergebracht. Im Zeitraum von April 1940 bis zum September 1945 wurden insgesamt 39.266 Patienten von Militärärzten, Sanitätern, Kreuz- und DRK-Schwestern betreut.