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Die »Zeitschrift für Heereskunde« Ausgabe 410

Oktober/Dezember 2003 - Auszüge 2 -


Vincenz Oertle:
Ein russisches St. Georgskreuz für "Nichtgläubige"

Unser bekannter Verfasser der Serie "Militärgeschichte kurz gefasst", greift in seinem Beitrag dieses Mal ein ordenskundliches Thema auf: Das St. Georgskreuz, das von Zar Alexander I. wenige Tage nach der Schlacht bei Preußisch-Eylau, am 13. Februar 1807 (altrussischer Zeitrechnung) gestiftet wurde. Die höchste russische Tapferkeitsauszeichnung bestand bis zur bolschewistischen Oktoberrevolution. Mit Erlass Nr. 1463 des Präsidenten der Russischen Föderation vom 8. August 2000 wurde dieser Orden wieder reinstalliert.

Durch Zar Nikolaus I. wurde am 19. August 1844 (altrussischer Zeitrechnung) das Georgskreuz für Nichtchristen bzw. für "Nichtgläubige", wie man in der Regel Moslems bezeichnete, gestiftet. Das in dem Artikel vorgestellte Kreuz trägt auf der Rückseite die Verleihungsnummer 81 und ist damit Machmud Assan Aga Wakilow zuzuordnen. Merkwürdigerweise ist auf der Vorderseite des Kreuzes als zweite Nummer "73927" eingraviert. Diese Nummer wirft nun Fragen auf; wurde doch das einklassige Kreuz für "Nichtgläubige" lediglich 1.368 mal verliehen.

Die Abbildung zeigt die Große Ordensspange mit dem Kreuz für "Nichtgläubige", auf dessen Vorderseite die rätselhafte zweite Nummer eingraviert ist.


Rolf Hofmann:
Der Preußische Füsilier-Offizier-Säbel Mod. 1797, frühe Ausführung

Abb.:
Beide Formen des 1797 eingeführten Füsilier-Offizier-Säbels

1797 bekamen die Füsilier-Offiziere anstelle des Degens einen Säbel, der sich in derselben Form unter dem Namen "Füsilier-Säbel" bis 1888 erhielt.

In den letzten Jahren sind einige wenige Originalstücke aufgetaucht, die auf Grund ihrer Merkmale als frühe preußische Säbel aus dem Jahre 1797 angesprochen werden können.
Dieser Säbel mit der glatten Griffkappe (Form I) wurde vermutlich nur bis 1808 getragen und dann durch einen mit Löwenkopf-Griffkappe (Form II) ersetzt.