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Die »Zeitschrift für Heereskunde« Ausgabe 450

Oktober/Dezember 2013 - Auszüge 5 -


Ulrich Herr:
Zur Übersendung eines „Pagendegen“

Abb.:
Wolf-Dietrich von Witzleben als Hofpage, aufgenommen um 1906

Dieser kleine Beitrag versteht sich als Bereicherung zu: Zwei preußische „Pagendegen“ (Nr. 448, S. 92-95) und zeigt das Prozedere der Schenkung einer solchen Blankwaffe durch den Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha.


Am 21. März 1907 teilte Hauptmann von Flotow, Pagen-Gouverneur am Königlichen Hof-Pagen-Institut in Berlin dem Hofmarschallamt des Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha mit, dass der Page des Herzogs Wolf-Dietrich von Witzleben, dem dieser einen Ehrendegen zugedacht hatte, gemäß AKO vom 28. Februar 1907 als Fähnrich im 4. Garde-Regiment zu Fuß angestellt worden ist. Der zweite Page, Curt Milliges von Einem, sollte dagegen erst im Frühjahr 1908 zur Anstellung in der Armee gelangen und würde dann zur Erwirkung eines Ehrendegens in Vorschlag gebracht werden. Für den Degen Witzlebens empfahl Hauptmann von Flotow eine Gesamtlänge von 1,03 m.

Am 25. März antwortete die Flügeladjutantur des Herzogs, dass der Degen bestellt sei und Witzleben demnächst zugehen werde. An den Berliner Hoflieferanten Robrecht erging zeitgleich die entsprechende Bestellung: Auf dem Degenknopf wurde das als Siegel eingravierte Wappen Witzlebens gewünscht, als Klingeninschrift:

„Carl Eduard Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha dem Pagen Wolf Dietrich v. Witzleben 1907“...


Walter Meier:
Schaumburg-Lippische Kanonen auf den Weltmeeren

Von 1748 bis 1777 regierte in Schaumburg-Lippe Graf Wilhelm. Um das Überleben des Staates zu sichern, beinhaltete seine Politik ein starkes Militär und umfangreiche Anstrengungen der defensiven Landesverteidigung, z.B. sei hier genannt der Bau der Festung „Wilhelmstein“. Ein besonderes Interesse hegte Graf Wilhelm an der Artillerie. Er ließ nicht nur eine große Anzahl an Rohren gießen (die meisten übrigens im eigenen Lande) sondern machte auch ausgiebige Versuche auf diesem Gebiet.

Nachdem Graf Wilhelm am 10. September 1777 gestorben war, kam sein Neffe, Graf Philipp Ernst an die Regierung. Er hatte ganz andere Vorstellungen und führte umfangreiche Änderungen durch. Schon im Oktober 1777 ließ er das Projekt „Wilhelmsteiner Feld“ auf. Die Militärschule auf dem Wilhelmstein wurde nach Bückeburg verlegt und ging dann auch einige Jahre später ganz ein. Allgemein wurde das Militär beträchtlich verkleinert.

Es kann nicht verwundern, dass durch diese Maßnahmen auch Material überflüssig wurde, welches verkauft werden konnte. Insbesondere waren Kanonen vorhanden, die nicht mehr gebraucht wurden (schon im Siebenjährigen Kriege hatte Schaumburg-Lippe so viele Kanonen, dass nicht alle selbst bemannt werden konnten und einige an Hannover und Hessen-Kassel verliehen wurden). Ein Markt dafür war durchaus vorhanden, denn die Zeiten um 1780 waren keineswegs friedlich...

Abb.:
Carl Philipp Cassel

Außerdem dürfen Sie in Ausgabe 450 erwarten:

  • - Wer kann helfen? - Anfragen unserer Mitglieder
  • - Kurioses aus den Sammlungen:
      „75 Fragen und Antworten zur Nationalen Volksarmee der DDR“ auf Sorbisch
  • - Das besondere Bild: Prinz Wilhelm von Braunschweig (1806–1884)
  • - Heereskundliches im Internet
  • - Informationen aus der Gesellschaft und den Arbeitskreisen
  • - Neuerscheinung der Deutschen Gesellschaft für Heereskunde:
      DVD Richard Knötel: Uniformkunde
  • - Buchbesprechungen / Rezensionen
  • - Beilage: Pietsch-Tafeln zur Uniformierung des IX. und X. Armee-Korps
Abb.:
Beilage "Pietsch-Tafel" X. Armeekorps (verkleinert)

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