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Die »Zeitschrift für Heereskunde« Ausgabe 407

Januar/März 2003 - Auszüge 2 -

Ausgabe vergriffen!

Björn Opfer:
Die bulgarische Wiederaufrüstung 1923 - 1944

Nahezu ohne Unterbrechung befand sich Bulgarien zwischen 1912 und 1918 im Kriegszustand – ab 1915 an der Seite der Mittelmächte. Während des Ersten Weltkrieges war dieses Land in einen zermürbenden Stellungskrieg gegen einen militärisch überlegenen Gegner verstrickt. Sein Widerstand brach im Spätsommer 1918 unter der Großoffensive der Alliierten in Mazedonien zusammen. 1919 wurden im Friedensvertrag von Neuilly dem verkleinerten und Geschwächten Bulgarien schwere Reparationsverpflichtungen aufgebürdet und eine strikte Entmilitarisierung vorgeschrieben. Die Einrichtung eines Generalstabes, der Besitz schwerer Waffen und die Wehrpflicht waren ihm untersagt. Stattdessen führte die bulgarische Regierung eine Arbeitsdienstpflicht ein, die aber später mehr und mehr der geheimen militärischen Ausbildung diente. Die Gründung der Kleinen Entente 1921 und des Balkanbundes 1934 bewirkte in Bulgarien den Drang, dem drückenden Gefühl der Einkreisung durch eine eigene Rüstung zu begegnen. So begann ab Mai 1934 die gezielte Wiederaufrüstung...


Arnold Wirtgen:
Die perkussionierten preußischen Jägerbüchsen

Ebenso wie bei den Infanteriegewehren sind auch zur Umänderung der Jägerbüchsen auf Perkussionszündung langjährige Versuche vorausgegangen, bis diese schließlich zu befriedigenden Ergebnissen geführt haben. Mit A.K.O. vom 27. Mai 1831 wurde die Einführung der Perkussionszündung bei den preußischen Jägerbüchsen angeordnet.

Es folgten weitere Modelle aus verschiedener Fertigung, die schließlich durch die Zündnadelbüchsen M/49 bzw. M/54 sowie M/65 abgelöst wurden. Die alten mit Perkussionszündung versehenen Büchsen wurden an die Artilleriedepots abgeliefert. Die noch brauchbaren Stücke wurde nun einer weiteren Änderung unterzogen und auf das Zündnadelsystem umgerüstet.

Zum Zeitpunkt der Mobilmachung gegen Frankreich am 15. Juli 1870 waren noch 8.662 Waffen – nun Defensions-Zündnadelbüchsen U/M genannt - vorhanden. Nach Einführung der Jägerbüchse M/71 mit Metallpatrone, die auch bei der Marine Verwendung fand, wurden die alten Jägerbüchsen aus dem Bestand der Armee ausgesondert.